Zitate aus den Tagebüchern

Die folgenden Zitate sind Ausschnitte aus Tagebüchern der Jahre 1975 – 2006. Sie gewähren einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt von Beatrix Schären: 

"Ich habe mir nicht die Frage zu stellen, warum ich male, denn die einzige Art, um mit mir und den Dingen und Ereignissen um mich herum fertig zu werden, ist malen. Malen ist Ausdruck meiner Existenz. Es ist eine Sucht in mir nach unablässiger Arbeit und ich leide in jedem Moment, da ich mich mit andern Dingen zu  habe. Meine Bilder zeigen das Spektrum meiner Gedanken und Empfindungen." (1976)  

“Ich gehe jeden Tag an den Arbeitstisch wie an den Esstisch oder an den Herd. Mein Arbeitsplatz ist die Mitte meines Hauses und die Mitte meines Lebens.” (1977) 

"Malen ist meine Art der Auflehnung gegen das Erstarren und Spurlos-werden." (1981) 

"Jedes Mal, wenn ich zum Malen bereit vor die Staffelei trete, beginnt sich in meinem Innern ein Kampf abzuspielen zwischen Wollen, Können und Mut einerseits und der Angst, zu versagen andererseits. Sobald ich einen Pinsel in die Hand nehme und Farbe aufs der Tube auf die Palette drücke, beginnt der Weg, dem ich mich mit ganzer Seele anzuvertrauen habe." (1989) 

"Ein Bild verstehen möchtest Du? Anschauen und wieder und wieder anschauen ist mehr als Verstehen, den wenn du ein Bild "verstehst", wirst du es weglegen, weil es dich nicht mehr überraschen kann." (2003)

Beatrix Schären Feuerthalen (CH) und Canova/Oira (I) <info@beatrixschaeren.ch>